Garten richtig bewässern: weniger Aufwand, bessere Pflanzen

Garten richtig bewässern: weniger Aufwand, bessere Pflanzen

Beim Gießen wird mehr falsch gemacht als bei jeder anderen Gartenarbeit, und meist wird zu oft und zu wenig gewässert. Die richtige Technik spart Wasser, Zeit und macht die Pflanzen widerstandsfähiger.

Selten und durchdringend statt täglich wenig

Der wichtigste Grundsatz: lieber einmal pro Woche richtig als jeden Tag ein bisschen. Kurzes tägliches Sprengen befeuchtet nur die obersten Zentimeter. Die Wurzeln bleiben oben, wo der Boden zuerst austrocknet, und die Pflanze wird bei der ersten Hitzewelle schlapp.

Durchdringendes Wässern zwingt die Wurzeln in die Tiefe, wo auch bei Trockenheit noch Feuchtigkeit ist. Für Rasen sind das etwa 15 bis 20 Liter pro Quadratmeter pro Woche, verteilt auf ein bis zwei Gaben.

Der richtige Zeitpunkt

Früher Morgen ist ideal. Der Boden ist kühl, das Wasser verdunstet kaum, und die Blätter trocknen im Lauf des Tages ab.

Abends ist die zweitbeste Wahl, hat aber einen Nachteil: Die Pflanzen bleiben über Nacht feucht, was Pilzkrankheiten und Schnecken begünstigt.

Mittags bei praller Sonne gießen ist Wasserverschwendung, weil ein großer Teil verdunstet, bevor er ankommt.

Wie viel Wasser ist genug?

Eine einfache Kontrolle: Nach dem Wässern mit einem Spaten oder Finger prüfen, wie tief die Feuchtigkeit reicht. Sie sollte zehn bis fünfzehn Zentimeter in den Boden gehen.

Ein leerer Joghurtbecher auf der Rasenfläche zeigt, wie viel der Sprenger tatsächlich liefert: zwei Zentimeter im Becher entsprechen etwa 20 Litern pro Quadratmeter.

Frisch gepflanzte Gehölze und Neuansaaten sind die Ausnahme: Sie brauchen anfangs häufiger Wasser, weil ihre Wurzeln noch flach liegen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Einmal wöchentlich durchdringend statt täglich wenig
  • Früher Morgen ist der beste Zeitpunkt
  • Rasen: 15 bis 20 Liter pro Quadratmeter und Woche
  • Becher-Test zeigt, wie viel der Sprenger wirklich liefert

Häufige Fragen

In der Regel einmal pro Woche durchdringend mit 15 bis 20 Litern pro Quadratmeter. Bei großer Hitze zweimal. Tägliches kurzes Sprengen schadet mehr, als es nützt.
Am frühen Morgen. Dann verdunstet am wenigsten und die Blätter trocknen tagsüber ab, was Pilzkrankheiten vorbeugt.
Die Feuchtigkeit sollte zehn bis fünfzehn Zentimeter tief in den Boden reichen. Einfach mit dem Spaten nachprüfen.

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