Unkraut dauerhaft entfernen, ganz ohne Chemie

Unkraut dauerhaft entfernen, ganz ohne Chemie

Unkraut lässt sich sehr gut ohne Chemie in den Griff bekommen. Das ist nicht nur besser für Boden und Grundwasser, auf befestigten Flächen ist es sogar die einzig zulässige Methode.

Wichtig: Auf Wegen und Einfahrten ist Chemie verboten

Auf versiegelten und befestigten Flächen wie Einfahrten, Gehwegen, Terrassen und Hofeinfahrten ist der Einsatz von Unkrautvernichtern nach dem Pflanzenschutzgesetz nicht erlaubt, auch nicht mit Hausmitteln wie Essig oder Salz. Der Grund: Die Mittel werden nicht vom Boden gefiltert, sondern gelangen direkt in die Kanalisation und ins Grundwasser.

Verstöße können mit empfindlichen Bußgeldern geahndet werden. Wer auf Nummer sicher gehen will, arbeitet mechanisch oder thermisch.

Was wirklich funktioniert

Jäten mit Wurzel ist die gründlichste Methode, besonders bei Wurzelunkräutern wie Löwenzahn oder Giersch. Am leichtesten geht es nach einem Regen, wenn der Boden weich ist.

Fugenkratzer und Wildkrautbürsten holen Bewuchs aus Pflasterfugen. Regelmäßig angewendet ist der Aufwand pro Durchgang gering.

Abflammgeräte zerstören die Zellstruktur der Blätter. Sie wirken gut gegen junge Pflanzen, müssen bei Wurzelunkräutern aber wiederholt werden.

Mulchen in Beeten ist die eleganteste Vorbeugung: Eine fünf bis sieben Zentimeter dicke Schicht nimmt Unkrautsamen das Licht.

Der entscheidende Punkt: Regelmäßigkeit

Zwei bis vier kurze Durchgänge pro Saison sind zusammen weniger Arbeit als ein einziger großer Einsatz im Hochsommer. Wer früh jätet, bevor die Pflanzen aussamen, reduziert den Bestand von Jahr zu Jahr spürbar.

Der wichtigste Zeitpunkt liegt im Frühjahr, bevor die erste Generation zur Blüte kommt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Auf Wegen und Einfahrten ist jeder Unkrautvernichter verboten, auch Essig und Salz
  • Nach Regen jäten, dann geht die Wurzel mit
  • Vor der Blüte entfernen, das verhindert die Aussaat
  • Beete mulchen: fünf bis sieben Zentimeter nehmen dem Unkraut das Licht

Häufige Fragen

Auf befestigten Flächen wie Einfahrten und Gehwegen nicht. Essig und Salz gelten dort als unzulässige Pflanzenschutzmittel, es drohen Bußgelder. Im Beet ist die Wirkung ohnehin gering und der Boden nimmt Schaden.
Nur durch konsequentes Ausgraben aller Wurzelstücke, denn schon kleine Reste treiben neu aus. Über eine Saison hinweg mehrfach nachgehen. Abdecken mit lichtdichter Folie über mehrere Monate schwächt ihn zusätzlich.
Zwei bis vier Durchgänge pro Saison reichen meist, wenn man früh anfängt. Wer regelmäßig pflegt, hat pro Termin deutlich weniger Aufwand.

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