Der perfekte Rasen: so gelingt er wirklich

Der perfekte Rasen: so gelingt er wirklich

Ein dichter, sattgrüner Rasen ist kein Zufall, sondern das Ergebnis von ein paar wenigen Dingen, die man richtig macht. Die gute Nachricht: Es sind weniger, als die meisten denken. Wer regelmäßig mäht, richtig wässert und ein bis zwei Mal im Jahr düngt, hat schon den größten Teil erledigt.

Die richtige Schnitthöhe: der wichtigste Hebel

Die häufigste Ursache für einen schlechten Rasen ist zu kurzes Mähen. Vier bis fünf Zentimeter sind für einen normalen Hausrasen ideal, im Schatten eher fünf Zentimeter. Zu kurz geschnittener Rasen verbrennt schneller in der Sonne, trocknet aus und lässt Licht auf den Boden, wodurch Unkraut und Moos erst ihre Chance bekommen.

Als Faustregel gilt die Ein-Drittel-Regel: Nie mehr als ein Drittel der Halmlänge auf einmal abschneiden. Ist der Rasen stark gewachsen, lieber zweimal im Abstand weniger Tage mähen als einmal radikal.

Wie oft mähen?

In der Hauptwachstumszeit von Mai bis September ist einmal pro Woche der beste Rhythmus, mindestens aber alle zwei Wochen. Häufiges Mähen führt dazu, dass der Rasen sich verzweigt und dichter wird, genau das verdrängt Unkraut auf natürliche Weise.

Im Frühjahr und Herbst reicht alle zwei bis drei Wochen. Der letzte Schnitt vor dem Winter sollte etwas höher ausfallen, etwa fünf Zentimeter, damit die Halme noch Licht aufnehmen können, ohne sich zu legen.

Wässern: selten, aber durchdringend

Besser einmal pro Woche 15 bis 20 Liter pro Quadratmeter als jeden Tag ein bisschen. Kurzes tägliches Sprengen hält das Wasser oben, die Wurzeln bleiben flach und der Rasen wird bei der ersten Trockenheit gelb. Durchdringendes Wässern zwingt die Wurzeln in die Tiefe.

Der beste Zeitpunkt ist der frühe Morgen. Abends bleibt die Fläche länger feucht, was Pilzkrankheiten begünstigt.

Düngen: zweimal reicht meist

Eine Düngung im Frühjahr (etwa April) und eine im Spätsommer (August bis September) decken den Bedarf eines normalen Hausrasens. Der Frühjahrsdünger bringt Wachstum und Farbe, der Herbstdünger mit Kalium macht die Halme winterhart.

Wichtig: Dünger immer auf trockenen Rasen ausbringen und danach wässern, sonst drohen Verbrennungen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Schnitthöhe 4 bis 5 cm, nie mehr als ein Drittel abnehmen
  • Wöchentlich mähen macht den Rasen dichter als jede Chemie
  • Einmal wöchentlich durchdringend wässern statt täglich sprengen
  • Messer scharf halten, stumpfe Klingen reißen die Halme und lassen sie ausfransen

Häufige Fragen

Vier bis fünf Zentimeter sind für einen Hausrasen ideal, im Schatten eher fünf. Zu kurzer Schnitt lässt den Rasen austrocknen und öffnet die Fläche für Unkraut und Moos.
In der Hauptsaison von Mai bis September einmal pro Woche, mindestens alle zwei Wochen. Im Frühjahr und Herbst reicht alle zwei bis drei Wochen.
Meist zu kurz gemäht, zu wenig durchdringend gewässert oder Nährstoffmangel. Auch ein stumpfes Messer kann die Halme so schädigen, dass die Spitzen vertrocknen.

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